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| Was Kinder im Straßenverkehr können |
Kinder beginnen heute mit ca. 4 Jahren Rad zu fahren und bereits 90% der 5jährigen
besitzen ein Fahrrad. Bei jüngeren Kindern ist das Fahrrad Spiel-, Freizeit- und Sportgerät.
Erst beim Übergang vom Kindes- zum Jugendalter wird aus dem ursprünglichen Spielzeug "Fahrrad"
mehr und mehr ein Alltagsverkehrs- und Transportmittel.
Motorische Fähigkeiten
Kinder haben zwar bereits mit 4 Jahren
die motorischen Fähigkeiten, ein Fahrrad zu beherrschen: sie
können bremsen, Kurven fahren und die Spur halten. Im Straßenverkehr
sind sie jedoch mit komplexen Mehrfachaufgaben, also mit Situationen,
in denen mehrere Tätigkeiten gleichzeitig erledigt werden müssen,
konfrontiert, die sie überfordern. Sich zu orientieren, Verkehrszeichen
und Vorrangregeln zu beachten, Handzeichen zu geben, sich richtig
einzuordnen, die Geschwindigkeit richtig zu wählen, sich also
permanent zu konzentrieren und richtig zu reagieren überfordert
kleine Kinder im Straßenverkehr. Unter 8 Jahren sind sie daher
noch nicht in der Lage, als RadfahrerInnen selbständig am Straßenverkehr
teilzunehmen.
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| Die Wahrnehmung von Kindern |
| Kinder zwischen 3 und 4 Jahren
können nicht zwischen einem stehenden und einem fahrenden
Fahrzeug unterscheiden. |
| Bis zu 6 Jahren ist es Kindern
nicht möglich, sich in eine andere Person zu versetzen, oder
sich eine andere Perspektive vorzustellen. Das heißt,
ein Kind im Straßenverkehr geht davon aus: Ich kann
anhalten, also kann auch ein Auto anhalten, ich sehe es, also sieht es mich
auch. |
| Die Wahrnehmung ist bis zum Alter
von 7 Jahren völlig undifferenziert. Das Kind kann
zwischen Innen- und Außenwelt nicht unterscheiden. Es ist auch nicht
fähig zwei getrennte Wahrnehmungen (z.B. Größe und Entfernung) zu einer Wahrnehmung
zu koordinieren. Kinder sind erst mit ca. 8 Jahren fähig, eine Beziehung zwischen einer
zurückgelegten Strecke und der dafür benötigten Zeit herzustellen und so Geschwindigkeiten
sinnvoll abzuschätzen. |
| Das Gehör ist ab dem 6. Lebensjahr
voll ausgebildet, die Lokalisation eines Geräusches ist
jedoch erst ab 8 Jahren möglich. Das Gehör
wird erst ab diesem Alter im Straßenverkehr regelmäßig
benutzt. |
Links und Rechts können
erst ab 8 Jahren sicher unterschieden werden. Kinder können erst ab 9 Jahren
Größen und Entfernungen richtig einschätzen. Erst im Alter von 14 Jahren
ist ein Kind in der Lage, sich dauerhaft auf Dinge zu konzentrieren.
Bis dahin sind Kinder durch Umweltreize leicht ablenkbar.
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Unfallgefahr Als RadfahrerIn
ist ihr Unfallrisiko in der Altersklasse der 12 bis 14 jährigen
am größten, wobei es geschlechtsspezifische Unterschiede gibt:
Buben verunglücken drei mal häufiger als Mädchen, die Ursachen liegen
einerseits in ihrer höheren Risikobereitschaft, und andererseits
in ihrem spontanen, manchmal unbedachten Spiel.
Buben haben allgemein eine bessere Fahrechnik. Sie
beherrschen das Gerät und lieben starkes Beschleunigen,
Vollbremsungen, Hindernisse und spektakuläre Tricks wie
zB. Wheelies (fahren auf dem Hinterrad).
Mädchen sind bedeutend ruhiger in ihrer Fahrweise,
was sehr oft als Unsicherheit gewertet wird. Im Straßenverkehr
zeigt sich aber, dass sie den besseren Überblick
haben, die Situation begreifen und selbständig die richtigen
Entscheidungen treffen.
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| Das Radfahrtraining wird vom Verkehrsministerium empfohlen |
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